Im ÖBB – Ruhebereich,
in der Mitte von Österreich,
Hat der Anstand verloren,
denn selbst auserkoren,
gelten Regeln nur für andere,
und mit einem „aber geh“,
laufen Video und Musik laut,
und man tratscht vertraut,
Dem Zweck zum Trotz allem voran,
weil man es sich erlauben kann,
weil die Gesellschaft erodiert,
und der Anstand damit verliert,
Was im Ruhebereich man sieht,
das im Kopf der Leute das Ego zieht,
ohne Rücksicht auf irgendwen,
unfassbar zu verstehn,
dass man wirklich stört,
wenn man durch Kopfhörer hört,
wie der Nachbar ausgerichtet wird,
mit Spott und Hohn sehr ungeniert,
oder der brave Steuerzahler konsumiert,
und mit Bier im Ruhebereich zelebriert,
weil es ist ja sein Land,
was man will sei allerhand,
dabei wäre anderswo genügend frei,
was natürlich höflich sei,
wenn die, die wirklich Ruhe wollen,
während sie durch die Gegend rollen,
wohlverdient auch erhalten,
um ihre Reise so zu gestalten,
wie sie das selbst zu tun gedenken,
ohne sich durch Störungen abzulenken,
der selbe Schlag an Mitreisenden,
wird sich als sehr aufgebracht erweisen,
wenn die persönliche Ruhe gestört wäre,
während ich laut vor ihrem Haus Musik höre,
Eine ruhige Reise angestrebt,
habe ich ein Gesellschaftsbild erlebt,
dass einander stört,
und sich über Wahrheit nur empört,
anstatt klare Regeln einzuhalten,
und damit ein miteinander zu gestalten,
wo Ruhe allen gut tun sollte,
und es das war was ich heut wollte.
Tungstenturtle Poetry