Tungstenturtle Poetry

Schillernd bunter Festsaal,
streng nach Hofzeremonial,
hübsch gepudert, schönes Kleid,
Hüfte eng, Dekoltee sehr weit

Schwebend, hoch das Haupt gereckt,
all die Unsicherheit versteckt
Eleganz ging Hand in Hand,
oft in arrogantem Gewand.

Man sich dreht und windet,
je nach Rang alles für lachsam befindet.
Das Damenvolk zu Hofe, ein Tanz,
zwischen Ernst und Mummenschanz.

Eine gute Partie galt es zu finden,
es brauchte eine handfeste Strategie.
Gebährfreudig und duldsam,
Eigenschaften mit dem Frau einen Mann bekam,

Doch hinter diesem Schall und Rauch,
war es für die Frau oft nur ein Käfigtausch.
Vom Herren Papa befreit,
hinter den Gatten, machtlos gereiht.

Von gutem Willen abhängig gemacht,
hat es sicher nicht eine jede geschafft.
So wunderschön der Prunk auch war,
unsere moderne Welt stellt Fortschritt dar.

Einer der Bedrohung sieht,
weil die Post-Demokratie ihre Kreise zieht.
Zurück an den Herd gesandt,
in Abhängigkeit gebannt.

Das Recht auf Körper und Leben,
will man wieder Diktat auferlegen.
Ich sage dazu nein,
eine Frau muss gleich sein.

Im Willen, im Denken,
im Gestalten und Lenken,
gleich in allen Punkten, als Mensch erkannt,
mit Körper, Geist und Verstand.

Ob Hofdame oder Soldatin,
Hebamme oder Bäckerin,
Firmenvorstand, Anwältin oder Ärztin,
gleiches Recht für alle, wäre ein großer Gewinn.

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